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Postscheck-Umschläge mit Bienenwerbung |
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Postscheckämter (später in Postgiroamt unbenannt) waren im neueren Sinne die ersten Direktbanken, die von der Deutschen Post betrieben wurden. Im Laufe der Jahre erwuchs daraus die heute bekannte Postbank.
Die zunächst 13 Postscheckämter nahmen am 1. Januar 1909 ihren Betrieb auf. Aufgrund der großen Nachfragen kamen spätere weitere Postscheckämter dazu, die im ganzen damaligen Deutschen Reich verteilt waren. Die höchste Zahl das Postscheckämter wurde im Jahre 1940 erreicht, als insgesamt 25 Postscheckämter in den reichsdeutschen Postscheckverkehr eingegliedert waren.
Nach dem Krieg gab es im Bundesgebiet 13 und auf dem Gebiet der noch jungen DDR 5 Postscheckämter. Postscheckkonten konnten an jedem Postschalter eröffnet werden. Ergänzend zu den Postscheckämtern gab es noch zwei Postsparkassenämter. Die Geschichte der Postscheckämter hier anzuführen wurden den Rahmen sprengen – daher beschränkt sich dieser Artikel auf die in der Überschrift genannten Postscheckbriefe mit Bienenwerbung. Mit den Kontoeröffnungsunterlagen erhielt der Kunde verschiedene Formularsätze (wie z.B. Überweisungen, Scheckvordrucke, Scheckeinreichungen, Umschläge usw.) die sich natürlich deutlich von den heute bekannten Formularen unterschieden.
Wollte ein Postscheckkunde eine Überweisung tätigen, füllte er das entsprechende Formular aus, unterschrieb dieses und steckte es in einen bereits an das zuständige Postscheckamt voradressierten Freiumschlag. Das Postscheckamt führte die Überweisung aus und wenige Tage später kam der entsprechende Kontoauszug per Post zum Kunden.
Zu beginn sahen die Umschläge noch etwas spartanisch und zweckbezogen aus. Briefe der Postscheckteilnehmer an sein Postscheckamt unterlagen seit 1900 dem gewöhnlichen Briefporto, ab 1914 der Gebühr für Ortsbriefe und waren ab 1918 gebührenfrei. Ab dem 1. August 1927 betrug das Porto, bei Verwendung besonderer Scheckbriefumschläge 5 Pfennig, war zwischen dem 1. Dezember 1941 und dem 1. März 1946 (in der US-Zone bis zum 15. Januar 1947) gebührenfrei und kostete dann bis zum 1. August 1948 10 Pfennig um dann wieder portofrei befördert zu werden. Sendungen zwischen den Postscheckämtern und den Postanstalten sowie untereinander waren portofrei. Später zierte die rechte obere Ecke der nachfolgende Wertstempel, der die Kostenfreiheit der Sendung garantierte.
Schon recht früh erkannte man bei der Reichspost, dass man mit Werbung auf Postumschlägen Geld verdienen läßt, wie dieser Beleg aus dem Jahre 1921 zeigt:
Aber auch nach dem Krieg war Werbung auf Postumschläge ein erträgliches Geschäft für die Deutsche Bundespost. Etliche Firmen nutzten diesen Service, von dem wir leider bisher noch nicht wissen zu welchen Zeitpunkt und zu welchen Konditionen dieser (wieder) eingeführt wurde. Wer hierzu Näheres weiß möge sich bitte bei uns melden. Die Firma Dreher aus Blaufelden macht beispielsweise 1983 Werbung für Honig und Propolis-Produkte:
Einer die vielen Nutzer war die Imkerei „Hans Kogel Bienenfleiß“ aus Hamburg-Niendorf. Die Firma bewirbt in den 50ger und 60gern Jahren des letzten Jahrhunderts auf den Umschlägen ein "Schleckerpäckchen" mit verschiedenen Honigsorten wie "Lindenhonig", "Akazienhonig", "Orangenhonig" und ähnliche.
Zum Erwerb dieses Probepäckchens wurde auf der Rückseite des Umschlages um Überweisung von 1,26 DM auf das Postscheckkonto der Imkerei gebeten. Nach wenigen Tagen erhielt man auf dem Postwege das nachfolgend abgebildete Päckchen:
Postscheck-Umschläge mit Bienenwerbung aus Frankreich Aber auch aus Frankreich sind Postscheckbriefe mit Bienenwerbung bekannt: |
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